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Das Leben unterliegt dem Wandel. Dies gilt mit Blick auf den demographischen Wandel auch für die Bestattungskultur.
Spätestens seit der Jahrtausendwende hat sich der Umgang mit den letzten Dingen grundlegend verändert. Der Blick auf das Sterben, auf den Tod, auf das Trauern hat sich gewandelt. Dieser Wandel sucht nach Lösungen, die einerseits in pflegefreien Friedhofskonzepten liegen und andererseits den Angehörigen einen angemessenen Platz zum Trauern bieten. Ein Bestattungswald erfüllt diese Forderungen, wie der Zulauf zu den kommunal und privat betriebenen Bestattungswäldern zeigt.
| Bürgerstimme | |||
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„Ich möchte unter einem Baum bestattet werden, weil ich mir eine naturnahe Art der Bestattung wünsche.“ |
Ein Bestattungswald ist Teil eines natürlichen Laubwaldes, der für die Dauer von bis zu 99 Jahren als Begräbnisstätte dient. In dieser Zeit gibt es keine Holzbewirtschaftung. Der Wald bleibt sich selbst überlassen.
Die Asche der Verstorbenen wird in der Regel in einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Bis zu zehn Urnen können so unter einem „Gemeinschaftsbaum“ begraben werden. Auch sind „Einzelbäume“ und „Familienbäume“ denkbar.
Grabschmuck ist im Bestattungswald nicht möglich. Gleiches gilt wegen der Waldbrandgefahr für Kerzen. Die Grabstätten, die jederzeit besucht werden können, werden nicht gepflegt.
Die Grabpflege und die Grabgestaltung übernimmt die Natur.
Auf Wunsch werden Gedenktafeln mit den Namen und den Daten der Verstorbenen in einer einheitlichen Größe an den Grabstätten angebracht.
Sowohl die katholische Kirche als auch die evangelische Kirche führen Beerdigungen in Bestattungswäldern durch.